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Kurbeln und Atemmaske für leere Akkus

Seit der Einführung von Smartphones plagen sich Nutzer und Branche mit einem elementaren Problem. Die Geräte werden immer schneller und leistungsstärker, doch irgendwo muss die Energie für die Geräte herkommen. Die Zeiten eines Nokia 3310, welches man eine Woche ohne Aufladung benutzen konnte, sind längst vorbei. Doch wie löst man das Problem, wenn mal keine Steckdose in der Nähe ist?

Der Ausflug in die Natur oder an den Strand kann somit zur Zerreißprobe werden, weil man sich natürlich in der Planung vollkommen auf die Nutzbarkeit des mobilen Endgeräts verlässt, also weder Karten dabei, noch Bahnverbindungen im Kopf hat. Von der Erreichbarkeit mal ganz abgesehen.

Einen Handyakku ohne Steckdose zumindest teilweise aufzuladen ist eine Problemstellung, mit der sich schon diverse Designer und Tüftler beschäftigt haben. Hier ein paar Lösungen, die teilweise sogar alltagstauglich sind.

1. Wechselakku

iOS-Nutzer aufgepasst! Ein großer Nachteil eurer durchdesignten Endgeräte ist die Einschränkung hinsichtlich Austauschakkus. Zwar kriegt man ein iPhone auch geöffnet, aber das Auswechseln des Akkus sollte man doch eher einem Profi überlassen. Ganz anders bei HTC, Samsung oder Blackberry. Hier kann man bei den meisten Geräten einfach die Hülle entfernen und den Akku austauschen. Ein offizieller Wechselakku ist zwar nicht günstig, bei ebay gibt es aber kompatible Versionen für unter 20 Euro. Natürlich muss man vorher dran denken, den Akku auch beladen einzupacken. Auch Versionen mit mehr als der doppelten Leistung sind zu bekommen, diese sind dann aber auch doppelt so dick und entsprechend schwerer. Eine neue Hülle wird häufig gleich mitgeliefert.

2. Power Bank

Ein Power Bank ist nichts anderes als ein externer Akku, der sämtliche über USB ladbaren Geräte mit Power versorgen kann. Neben Smartphones können so auch Cams oder Tablets  geladen werden. Es gibt unzählige Varianten mit unterschiedlichen Größen, Anschlüssen, Adaptern, Speicherkapazitäten, Farben, Herstellern und Preisen. 6000 mAh sollten für 3-4 kompletten Handyakkuladungen reichen. Ebenfalls im Vorfeld vollladen.

3. Solarladegeräte

Was die Energieindustrie kann, das kann der Privatanwender schon lange. Einfach das Ladegerät in die Sonne legen und das Handy laden. Funktioniert natürlich auch unter einer Lampe, aber dann ist sehr wahrscheinlich auch eine Steckdose in der Nähe. Nachteil: Kann man schlecht über Nacht laden. Dann doch lieber eine Power Bank.

4. Kurbel

Nun, wer hat in Physik aufgepasst? Wie kann man doch gleich noch Energie gewinnen? Klar, durch Bewegung. Wer sein Auto liebt, der schiebt. Und wer sein Handy liebt, der kurbelt.

5. Finger Power

Eine schöne Idee haben die beiden Designer Song Teaho & Hyejin Lee. Sie haben einen Akku entwickelt, den man durch Drehen um den Finger wieder aufladen kann. 130 Umdrehungen sollen dabei ausreichen, um Notfallgespräche führen zu können. Allerdings befürchte ich, dass Gewicht und fehlende Serientauglichkeit diese Idee zum Scheitern bringen.

6. Schuheinlage

Argentinische Kreative von Lola Mensa haben eine Schuheinlage entwickelt, die kinetische Energie speichern kann. Sie läd beim Laufen und kann anschließend mit dem Endgerät verbunden werden. Allerdings ist dieses Produkt nie in Serie entwickelt worden. Wissenschaftler der Universität Princeton haben derweil eine Technologie entwickelt, die über kleinste Carbonteile Energie speichern kann. In diesem Bereich wird es zukünftig sicher noch die eine oder andere Möglichkeit geben.

7. Darth Vader Maske

Jetzt wird es skurril. Eine Atemmaske namens AIRE sorgt dafür, dass Handyakkus im Schlaf geladen werden können. Der Schlafende bringt durch seinen Atem einen kleinen Propellor in Bewegung und generiert so Energie. Je stärker man atmet, desto schneller wird das Smartphone geladen. Also kann man die Maske sicher auch beim Joggen tragen. Die Idee hat übrigens 2011 den Red Dot Design Award gewonnen.

8. Wasserstoff

Auf dem Mobile World Congress hat Powertrekk ein Gerät vorgestellt, das Energie aus Wasserstoff herstellen kann. Nun ist das 200 € teure Gerät sicherlich nur eine Variante für Extremsportler, spannend ist die Technologie aber dennoch.

9. Pan / Cup Charger

MacGyver-Fans aufgepasst! Feuer machen, Topf mit Wasser zum Kochen bringen, Pan Charger oder den weiterentwickelten Cup Carger rein, Handy laden. Funktioniert mit thermoelektrischen Systemen und schindet echt Eindruck bei den Wanderkollegen.